Die Babolat RPM Blast Rough ist die aufgeraute Version der RPM Blast: gleiches achteckiges Co-Polyester-Profil, zusätzlich eine texturierte Oberfläche. Tennis Warehouse misst dadurch einen noch griffigeren Ballkontakt, zahlt dafür aber mit kürzerer Spieldauer und weniger Kontrolle.
Eine texturierte Beschichtung statt der glatten Oberfläche
Die Grundkonstruktion entspricht der Standard-RPM Blast: achteckiger Querschnitt, Co-Polyester-Kern. Der Unterschied liegt in der Oberfläche. Wo die glatte Version eine vernetzte Silikonschicht trägt, ist die Rough-Version zusätzlich texturiert. Diese raue Struktur greift stärker in den Filz des Balls, bevor er abspringt, und erzeugt dadurch noch mehr Rotation. Der Effekt nutzt sich allerdings schneller ab als bei der glatten Beschichtung, weil die Struktur mechanisch abgetragen wird.
- Gleiches achteckiges Profil wie die Standard-RPM Blast
- Zusätzliche texturierte Oberfläche statt glatter Silikonbeschichtung
- Erhältlich in 1,25 und 1,30 Millimeter, zwei Stärken statt vier
90 statt 97 Punkte Spin, dafür spürbar weicher
| Eigenschaft | RPM Blast Rough | RPM Blast (glatt) |
|---|---|---|
| Spin | 90/100 | 97/100 |
| Kontrolle | 65/100 | 90/100 |
| Komfort (Feel) | 59/100 | 85/100 (Touch) |
| Spieldauer | 40/100 | 74/100 |
| Haltbarkeit | 79/100 | 90/100 |
Quelle: Tennis Warehouse String Review, Skala 0 bis 100.
In der Praxis bespannen Spieler die Rough-Version oft etwas weicher
Testpersonen von Tennis Warehouse bespannten die Rough-Version meist zwischen 48 und 50 Pfund, umgerechnet knapp 22 bis 23 Kilogramm, und damit etwas weicher als die glatte RPM Blast. Der Grund: Die raue Oberfläche fühlt sich bei gleicher Härte bereits griffiger und weicher an, ein zusätzlicher Abschlag von zwei bis vier Kilogramm gegenüber der sonst üblichen Bespannungshärte reicht in der Regel aus.
Trainingsspielerinnen und -spieler mit hohem Spinbedarf profitieren am meisten
Wer im Training mit maximalem Spinpotential experimentieren will und regelmäßig neu bespannt, findet in der Babolat RPM Blast-Familie mit der Rough-Version die Variante mit der stärksten Rotation. Für Matches, in denen Kontrolle und eine lange Spieldauer wichtiger sind als der letzte Rotationskick, eignet sich die glatte Standardversion besser. Weil die Textur selbst mechanisch abgetragen wird und nicht nur das Material darunter, lohnt sich die Rough-Version vor allem für Spieler, die ihre Saiten ohnehin häufig wechseln.
- Trainingsspielerinnen und -spieler mit hohem Spinpotential als Priorität
- Spieler, die ihre Saiten alle zwei bis drei Wochen ohnehin erneuern
- Weniger geeignet für Turniermatches, in denen Kontrolle entscheidet
Warum die Textur schneller verschleißt als die glatte Beschichtung
Die raue Oberfläche entsteht durch ein zusätzliches Abrasionsmuster, das über die sonst übliche Silikonschicht gelegt wird. Genau diese Struktur, die für den zusätzlichen Spin sorgt, nutzt sich beim Ballkontakt schneller ab als eine glatte Fläche, weil mehr Material exponiert ist und mechanisch abgetragen wird. Sobald die Struktur eingeebnet ist, nähert sich das Spielverhalten der Rough-Version wieder dem der glatten RPM Blast an, allerdings mit geringerer Resthaltbarkeit. Ein häufiger Fehler ist deshalb, die Rough-Version aus reiner Neugier zu kaufen, ohne die kürzere Spieldauer einzuplanen. Wer nur gelegentlich spielt und selten neu bespannt, profitiert stärker von der glatten RPM Blast, die ihre Eigenschaften über einen deutlich längeren Zeitraum stabil hält. Erhältlich ist die Rough-Version in Gelb Fluor. Trotz der geringeren Spieldauer empfinden viele Spieler die Rough-Version im direkten Vergleich als angenehmer, weil die texturierte Oberfläche bei gleicher Bespannungshärte weicher wirkt als die glatte Silikonschicht der Standardversion. Für Doppelspieler, die häufiger mit Slice und Stoppbällen arbeiten als mit purem Topspin, lohnt sich der Aufpreis gegenüber der glatten Version in der Regel nicht, weil der zusätzliche Spin dort seltener zum Tragen kommt.
Ein Satz kostet rund 15,90 Euro, drei Euro mehr als die glatte RPM Blast
Ein 12-Meter-Set der Rough-Version kostet bei Tennis Warehouse Europe rund 15,90 Euro und liegt damit etwas über dem Preis der glatten RPM Blast mit 12,90 Euro (Stand Oktober 2026, Aktionspreise möglich). Wer zusätzlich zur rauen Textur noch mehr Kontrolle sucht, findet sie eher bei der Luxilon Big Banger Original, die bei Tennis Warehouse mit 95 von 100 Punkten deutlich vor beiden RPM-Blast-Varianten liegt, dafür aber auf einen Großteil des Spins verzichtet.
Nach ein bis zwei Trainingswochen lässt der Spin spürbar nach
Weil die Textur die Spielzeit stärker begrenzt als bei der glatten RPM Blast, gilt für die Rough-Version eine kürzere Halbwertszeit: Tennis Warehouse vergibt für die Spieldauer nur 40 von 100 Punkten. In der Praxis bedeutet das für die meisten Spieler ein bis zwei Trainingswochen bei mehrfachem Spiel pro Woche, bevor der Spin spürbar nachlässt, auch wenn die Saite optisch noch intakt wirkt. Eine verbreitete Faustregel im Tennis lautet, so oft im Jahr neu zu bespannen, wie man pro Woche spielt. Bei der Rough-Version lohnt es sich, eher am unteren Ende dieser Spanne zu bleiben, statt bis zum sichtbaren Verschleiß zu warten.